Auf Antrag der CDU Fraktion wurde der Tagesordnungspunkt „Rettungswache Elstorf“ von der Tagesordnung der Ratssitzung vom vergangenen Donnerstag genommen. Der Gemeinderat wurde in das gesamte Verfahren nicht eingebunden und sollte dann ´mal eben´ den Entwurf genehmigen und die Gelder bereitstellen. So geht´s nun mal nicht.


Der von der Verwaltung vorgeschlagene Anbau ist aus Sicht der CDU Fraktion eine Ansammlung von Kompromissen. Es sind eindeutig falsche Kompromisse. Der Anbau erfüllt schon jetzt nicht den wirklichen Bedarf. Mittlerweile arbeiten in der Rettungswache nach unserer Kenntnis 14 Mitarbeiter, für die nur unzureichende Sozialräume vorhanden sind. Dies wird auch nach dem Anbau weitestgehend so sein.

Die Kompromisse sind dem begrenzten Budget des Kostenträgers und den Beschränkungen des Bebauungsplans geschuldet. Besonders letzteren Punkt kritisiert die CDU. Die Bebauungspläne bestimmt zum Glück der Rat selbst – insofern verstehen wir das Problem nicht. Hier wäre einfach und schnell eine Lösung zu finden, wenn es denn gewollt ist.

Ein kompletter Neubau auf dem gleichen Gelände hat aus Sicht der CDU viele Vorteile. Man hätte die Möglichkeit ausreichend Sozialräume, Büros und Schulungsräume zu schaffen. Eben genau das, was man für eine moderne und zukunftsfähige Rettungswache braucht. Die CDU möchte keinen Prunkbau, sondern ein zweckmäßiges Gebäude. Beispiele gibt es im Landkreis genug. So reicht aus Sicht der CDU für die Fahrzeughalle beispielsweise eine günstige Stahlhalle. Die Kosten werden sicherlich ein Vielfaches des Anbaus betragen. Dies ist uns bewusst. Da aber mit dem Landkreis ein Mietvertrag über 50 Jahre abgeschlossen wird, wäre die Belastung für den laufenden Haushalt sehr gering. Als Gemeinde haben wir nur sehr begrenzte Möglichkeiten auf die Versorgung im Gesundheitswesen einzuwirken. Hier haben wir sie und sollten sie nutzen. Vorbild sei der Bau der Polizeiwache in Tostedt, den die Gemeinde errichtet hat und an das Land Niedersachsen vermietet.

Eine Rettungswache in der Gemeinde zu haben ist aus unserer Sicht ein enormer Standortvorteil und kann lebensrettend sein. Auch wenn es abgedroschen klingt: Im Notfall zählt jede Minute. Wir wollen den Standort unbedingt langfristig in der Gemeinde halten. Ein halbherziger Anbau ist aus unserer Sicht das falsche Signal und wird langfristig teurer, wenn erneut Erweiterungsbedarf besteht. Zu glauben, dass ein solcher Anbau für 50 Jahre – der Dauer des Mietvertrages – dem Bedarf in der Gemeinde entspricht, halten wir für naiv.

Mit einem Neubau wäre gleichzeitig das Platzproblem im Feuerwehrhaus gelöst. Wenn die vorhandene Rettungswache der freiwilligen Feuerwehr zur Verfügung steht, können die vorhandenen Fahrzeuge endlich ordentlich untergestellt werden. Zurzeit steht das Mannschaftsfahrzeug quer hinter den Löschfahrzeugen und kann nur bewegt werden, wenn andere Fahrzeuge vorher aus der Halle gefahren werden. Ein unhaltbarer Zustand. Die vorhandenen Sozialräume könnten beispielsweise der Jugendfeuerwehr zur Verfügung gestellt werden um die enorm wichtige Nachwuchsförderung zu unterstützen. Nachwuchs ist eines der größten Probleme der freiwilligen Feuerwehren. Hier kann -quasi als positiver Nebeneffekt – geholfen werden.

   

Folgen Sie uns  

Folgen Sie uns auf Facebookgoogleplusrss

   

Termine  

9 Januar 2018; 19:30 Uhr
Stammtisch im Kartoffelhaus 'papas'
17 Januar 2018; 9:00 Uhr
Bürgersprechstunde Dr. Bernd Althusmann
13 Februar 2018; 19:30 Uhr
Stammtisch im Kartoffelhaus 'papas'
13 März 2018; 19:30 Uhr
Stammtisch im Kartoffelhaus 'papas'
10 April 2018; 19:30 Uhr
Stammtisch im Kartoffelhaus 'papas'